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Lymphödem

Die Behandlung des Lymphödems

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Ass.-Prof. Dr. Klaus F. Schrögendorfer
Facharzt für Plastische Chirurgie
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1090 Wien

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Lymphödem

Das Lymphödem ist eine Erkrankung des Lymphgefäßsystems. Es hat einen chronischen Verlauf und führt unbehandelt zur fortschreitenden Schwellung. Wird das Lymphgefäßsystem mit der anfallenden Flüssigkeit überfordert, tritt es ins Gewebe aus und führt zur Schwellung – dem Lymphödem. In den meisten Fällen sind Arme oder Beine davon betroffen, es kann jedoch am ganzen Körper auftreten. Allein in Österreich leiden rund 30.000 Menschen an dieser Erkrankung.

Lipödem in Wien behandeln lassen

Die Behandlung des Lymphödems erfordert die Ausschöpfung aller möglichen konservativen Maßnahmen. Zusätzlich wird die interdisziplinäre Behandlung durch die Innovationen im Bereich der Mikrochirurgie und Supermikrochirurgie um eine wesentliche und wirkungsvolle Therapie-Option erweitert. Die Anwendung dieser mikrochirurgischen rekonstruktiven Techniken erfordert jahrelange Erfahrung auf dem Gebiet der plastischen Mikrochirurgie. Gerne werde ich nach einer Begutachtung und ausführlichen Untersuchung einen genauen Therapieplan für Sie erstellen und bei gegebener Indikation die Art der Operation mit Ihnen besprechen. Wenn Sie auch ein Lipödem in Wien (also eine Fettverteilungsstörung) untersuchen beziehungsweise behandeln lassen möchten, können Sie sich gerne ebenfalls mit mir in Verbindung setzen.

Ich möchte Ihnen allgemeine Informationen zu den Themen Lymphödem und Lipödem mit auf den Weg geben und Sie zudem über die unterschiedlichen Operationsmöglichkeiten unterrichten. Diese Informationen können jedoch nicht die Untersuchung beim Spezialisten ersetzen. Wir unterscheiden in primäre und sekundäre Lymphödeme.

Primäre Lymphödeme entstehen durch angeborene Fehlbildungen oder Funktionsstörungen im Lymphsystem. Sie können sich auch erst spät im Alter bemerkbar machen.

Sekundäre Lymphödeme kommen vor allem nach chirurgischen Eingriffen (Lymphknotenentfernung in Achsel oder Leiste bei Tumorerkrankungen, Narben) und Strahlentherapien vor. Sie können jedoch auch als Folge von Verletzungen, Entzündungen, Insektenstichen, Parasiten und Pilzerkrankungen

sowie durch Medikamente (Blutdrucksenker, nicht-steroidale Antiphlogistika und Hormone) ausgelöst werden.

Verschiedene Schweregrade

Die Ausprägung des Lymphödems wird in vier Schweregrade eingeteilt – danach richtet sich auch die

jeweilige Therapie.

Stadium 0

Es besteht ein gestörter Lymphabfluss ohne sicht- oder tastbare Schwellung. Die Ausbildung eines erkennbaren Lymphödems kann unter anderem durch Insektenstiche, Prellungen, Verstauchung oder Überlastung der betroffenen Extremität ausgelöst werden. Durch Hochlagerung der Extremität wird eine vollständige Rückbildung erreicht.

Stadium I

Es besteht ein Lymphödem von weicher Konsistenz. Die Schwellung geht durch Schonung und Hochlagern der betroffenen Extremität zurück. Häufig entstehen abendliche Schwellungen sowie ein Schweregefühl der betroffenen Extremität, diese Symptome bilden sich allerdings in der Regel über Nacht zurück.

Stadium II

Hier hat das Lymphödem eine deutlich verhärtete Konsistenz und die Schwellung bildet sich nicht mehr eigenständig zurück.

Stadium III – Elephantiasis

Durch die Schwellung des betroffenen Körperteils entsteht ein Spannungsgefühl, das bei starker Ausprägung sehr schmerzhaft ist. Das Gewebe verhärtet sich durch narbige Umbildung des Fettgewebes. Die zunehmende Schwere und Schwellung des betroffenen Armes oder Beines beziehungsweise des gesamten Körpers führt zu zunehmender Bewegungseinschränkung respektive Behinderung zum Beispiel bei Alltagstätigkeiten wie Zähneputzen, Anziehen, Gehen, Einkaufen oder Autofahren.

Weitere Probleme, die Patienten mit bestehendem Lymphödem häufig zusätzlich belasten:

  • Erysipel (Rotlauf oder Wundrose genannt)
  • Ekzeme
  • lymphogenes Ulkus (offene Wunden)
  • Hautpilzerkrankungen.

Bei der Therapie sollen die bestmögliche Normalisierung des Lymphtransports, die Verringerung des Schweregrades der Erkrankung und eine nachhaltige Linderung der Beschwerden erreicht werden.

Die Behandlung eines Lymphödems erfordert Geduld. Sie ist aufwendig und langwierig und unter Umständen sogar ein Leben lang notwendig. Häufig müssen verschiedene Verfahren kombiniert eingesetzt werden, um eine Verbesserung zu erzielen.

Die primäre Therapie des Lymphödems besteht aus konservativen, nicht-chirurgischen Verfahren. Dazu zählen:

  • manuelle Lymphdrainagen
  • Kompressionstherapien
  • komprimierende Wechselbandagen beziehungsweise medizinische Kompressionsstrümpfe
  • entstauende Bewegungsübungen
  • sportliche Aktivitäten (Walking, Radfahren, Schwimmen, Langlauf, medizinische Trainingstherapie/Krafttraining).

Wichtig ist außerdem bei der Lymphödem-Behandlung die Hautpflege zur Vorbeugung von Hauttrockenheit und Hautrissen mit natürlichen und hautverwandten Fetten und Ölen.

Operationen in der rekonstruktiven Lymphödemchirurgie

Wenn konservative Maßnahmen den gewünschten Erfolg nicht oder nur unzureichend bewirken, kann durch verschiedene Operationen eine Verbesserung des Lymphstroms erreicht beziehungsweise bestehende Beschwerden gelindert werden. Je länger das Lymphödem besteht, umso geringer sind die Behandlungschancen. Eine möglichst frühe Diagnose und Therapie ist wichtig, um die richtigen Behandlungsschritte einzuleiten.

Oftmals stellt die Entfernung von Narbengewebe in der Achsel oder Leiste eine Verbesserung sowie die Aufwertung der lokalen Situation mit frischem Gewebe (zum Beispiel: Lipofilling oder Gewebetransfer) dar.

Stadium I und II: Lympho-venöse Anastomosen

Bei dieser Operation werden an der betroffenen Extremität Verbindungen zwischen Lymphgefäßen und winzigen Venen durchgeführt. Dabei handelt es sich um einen mikrochirurgischen Eingriff, der den Lymphabfluss über das Venensystem wiederherstellt.

Stadium II und III: VLNT – freier Lymphknotentransfer

Bei diesem Eingriff werden Lymphknoten mit Haut und Fettgewebe als freier mikrochirurgischer Transfer durchgeführt. Der Gewebeblock mit Lymphknoten kann in der Leiste, am seitlichen Brustkorb (Thorax) oder Hals entnommen und in die Achsel, den Arm oder das Bein je nach Notwendigkeit transferiert werden.

Stadium III

Bei dieser ausgeprägten lymphatischen Schwellung, die bereits mit bindegewebigem Umbau des Fettgewebes einhergeht und bei der eine bereits ausgeprägte Bewegungseinschränkung und Schwere der Extremität vorliegt, kann eine spezielle Technik der Liposuktion eine Linderung der Symptomatik erreichen.

Wesentlich für den Erfolg der Lymphödem-Behandlung ist eine frühzeitige Diagnose, genaue Evaluierung, Untersuchung und Therapieplanung, mikro- und supermikrochirurgische Erfahrung und ein komplettes Repertoire aller plastisch-rekonstruktiven Operationen.

Eine wichtige Differenzialdiagnose zum Lymphödem ist das Lipödem. Das Lipödem tritt in der Regel symmetrisch auf, betrifft hauptsächlich Frauen, ist eine diffuse symmetrische Vermehrung von Fettgewebe und stellt eine chronische Funktionsstörung des subkutanen Fettgewebes an den Extremitäten (vor allem an den Beinen) dar. Es tritt nach der Pubertät, nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auf. Auch von einer genetischen Prädisposition wird ausgegangen. Ein Lipödem ist resistent gegenüber Diäten und es bestehen Berührungs-, Druck- und Spannungsschmerzen. Die Differenzialdiagnose kann im Rahmen einer genauen Untersuchung ermittelt werden, woraufhin auch ein Behandlungskonzept erstellt wird. In bestimmten Fällen werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen.

Kommen Sie gerne jederzeit auf mich zu und vereinbaren Sie einen Gesprächs- und Untersuchungstermin. In Sachen Lymphödem und Lipödem berate und behandle ich Sie gerne in meiner Privatordination in Wien.

 

Ihre Vorteile im Überblick:

  • erfahrener Fachchirurg steht Ihnen zur Verfügung
  • mikro- und supermikrochirurgische Behandlungsmethoden auf höchstem Niveau
  • sorgfältige Nachbehandlung
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