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Ass.-Prof. Dr. Klaus F. Schrögendorfer
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Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom (CTS oder KTS) ist das häufigste Nervenkompressionssyndrom.

Im Anfangsstadium erwacht der Patient häufig in der Nacht oder am Morgen mit dem Gefühl die Hand sei „eingeschlafen“ bzw. wegen Schmerzen in der betroffenen Hand.

Die Einklemmung des Mittelhandnervs im Handgelenkskanal (Karpaltunnel), kann zu quälenden Schmerzen, Kribbeln, Ameisenlaufen, Taubheitsgefühl und Einschlafen meist des Daumens, Zeige- und Mittelfingers sowie zu Ungeschicklichkeit bei präzisen Arbeiten führen. Das Syndrom kann auch beide Hände betreffen und die Schmerzen können bis in den Oberarm ausstrahlen.

Durch das Taubheitsgefühl kommt es bei den Betroffenen zu Schwierigkeiten bei feineren Tätigkeiten mit der betroffenen Hand (Nähen, Knöpfe öffnen,…). Häufig werden Gegenstände aus der Hand fallen gelassen.

Bei lang bestehendem Syndrom kann es in weiterer Folge ohne Behandlung zum Muskelschwund am Daumenballen kommen. Je länger das Syndrom besteht, umso fortgeschrittener ist häufig die Schädigung des Nerven und bedeutet eine entsprechend längere Erholungszeit des Nerven.

Konservative Maßnahmen sind meist nicht von dauerhaftem Erfolg, sodass die Operation notwendig wird. Bei der Operation wird das am Handgelenk quer verlaufende Band (Retinaculum flexorum) über dem betroffenen Nerven gespalten und so die Einengung (Kompression) beseitigt. Je nach Schädigung sind mitunter zusätzliche Maßnahmen intraoperativ notwendig.

Die Operation

OP-Daten

Generell kann die Operation in Arm-Plexus Blockade oder regionale Betäubung durchgeführt werden. Ein stationärer Aufenthalt ist nur selten notwendig und hängt von bestehenden Nebenerkrankungen des Patienten ab.

Nachbehandlung

Schiene oder dicker Verband für 10 Tage, Nahtentfernung 10-12 Tage nach der Operation.
Physikalische Therapie kann je nach Erkrankungsschwere notwendig sein.

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