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Ass.-Prof. Dr. Klaus F. Schrögendorfer
Facharzt für Plastische Chirurgie
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Nervenverletzungen

Liegt eine narbige Ummauerung, Quetschung oder Zerrung eines Nerven vor, ohne dass dieser durchtrennt ist, wird der – meist unter Zuhilfenahme des OP- Mikroskops – sorgfältig aus der Problemzone gelöst. Ist der Nerv durchtrennt oder an einer Stelle derart zerstört, dass eine Regeneration nach Freilegung (sog. Neurolyse) nicht möglich ist, so gibt es nach Freilegung zwei Möglichkeiten:

End-zu-End-Naht ist dann möglich, wenn die beiden Nervenenden spannungslos zusammengefügt werden können. Die Naht erfolgt unter dem OP-Mikroskop mit Fäden die dünner sind als ein Menschenhaar.

Transplantation eines anderen Nervs:
Liegt eine größere Strecke zwischen den Nervenenden, so dass eine spannungsfreie End-zu-End-Naht nicht möglich ist, wird ein anderer Nerv zur Überbrückung, eingepflanzt. Dieser Nerv wird normalerweise vom Unterschenkel oder seltener vom Oberarm bzw. Unterarm entnommen.

Der rekonstruierte Nerv ist häufig dünner als der durchtrennte Nerv, weshalb meist mehrere Kabel des zu transplantierenden Nerven gebraucht werden. An der Entnahmestelle besteht zunächst eine gefühllose Zone, deren Versorgung jedoch im Laufe der Zeit von anderen Hautnerven übernommen wird. Nur sehr selten verbleibt auf Dauer ein taubes oder unangenehmes Gefühl.

Die Operation

OP-Daten

Die Operation wird in Oberarm-Betäubung (Arm-Plexus) oder Allgemeinnarkose durchgeführt. Ein stationärer Aufenthalt von ca. 2–4 Tagen ist je nach Verletzungsgrad notwendig.

Nachbehandlung

Nach der Operation können vorübergehende Schwellung, Schmerzen, ggf. Taubheit und Brennen im OP-Gebiet auftreten. Der Arm wird in der Regel mit einer Schiene oder einem festen Verband ruhig gestellt. Entfernung der Nähte ist je nach Lokalisation und Lokalbefund nach 10–14 Tagen möglich. Die Regeneration muss häufig durch physikalische Therapie unterstützt werden.

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